{"id":42,"date":"2009-01-03T20:45:28","date_gmt":"2009-01-03T19:45:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bps-pforzheim.de\/?page_id=42"},"modified":"2009-05-12T02:23:42","modified_gmt":"2009-05-12T01:23:42","slug":"die-geschichte-der-bps","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.bps-pforzheim.de\/index.php\/uber-uns\/geschichte\/die-geschichte-der-bps\/","title":{"rendered":"Die Geschichte der BPS"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.bps-pforzheim.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/bps-lilie-corrected.png\" rel=\"shadowbox[sbpost-42];player=img;\" title=\"BPS Lilie\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-510\" title=\"BPS Lilie\" src=\"http:\/\/www.bps-pforzheim.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/bps-lilie-corrected-300x300.png\" alt=\"BPS Lilie\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.bps-pforzheim.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/bps-lilie-corrected-300x300.png 300w, http:\/\/www.bps-pforzheim.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/bps-lilie-corrected-150x150.png 150w, http:\/\/www.bps-pforzheim.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/bps-lilie-corrected.png 420w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Alles begann 1932 mit Karl August Hahne. Er war Prediger in Gelsenkirchen und von der 1908 in England entstandenen Pfadfinderbewegung so beeindruckt, dass er in seiner Gemeinde die \u00bbBaptistische Pfadfinderschaft (BP)\u00ab gr\u00fcndete. Er setzte Erich vom Bovert, der in der CVJM-Eichenkreuzarbeit aktiv gewesen war, als Stammesf\u00fchrer ein. Die Kluft bestand aus einem gr\u00fcnen Hemd, einem gelben Halstuch, Koppel und Schulterriemen. Schon nach zwei Jahren setzte der Nationalsozialismus den gerade erst gemachten Anf\u00e4ngen ein j\u00e4hes Ende &#8211; per Reichsgesetz wurde die gesamte Jugendarbeit in die HJ zwangseingegliedert. Um zu verhindern, dass aus seinen Pfadfindern Hitlerjungen wurden, l\u00f6ste Pastor Hahne den Bund am 10. Februar 1934 selbst auf.<\/p>\n<p>Im \u00bbDritten Reich\u00ab wurde die Arbeit teilweise heimlich weitergef\u00fchrt; was nicht ungef\u00e4hrlich war. Der \u00bbStreifendienst\u00ab der HJ kontrollierte die Gegend st\u00e4ndig nach sogenannten \u00bbb\u00fcndischen Umtrieben\u00ab. Die BP-Pfadfinder trugen ihre Halst\u00fccher unter dem Hemd und schn\u00fcrten ihren Wimpel in ein B\u00fcndel, dass sie am Wimpelspeer \u00fcber der Schulter trugen. Erst der Krieg setzte der Pfadfinderarbeit ein Ende. Die Pfadfinder wurden zur Wehrmacht einberufen oder in den letzten Wochen als Hitlerjugend- \u00bbVolkssturm\u00ab noch an die Front geschickt.<\/p>\n<p>Zweidrittel der Pfadfinder des Stammes \u00bbJohann-Gerhard Oncken\u00ab kehrte nicht aus dem Krieg zur\u00fcck.<br \/>\nNach 1945 war es wieder ein Mann aus Gelsenkirchen, der an die Tradition ankn\u00fcpfte. Herbert Latza (Fahrtenname Hela) hatte die Pfadfinderarbeit als Junge bei Karl August Hahne erlebt und war heil aus dem Krieg zur\u00fcckgekommen. (Er hatte die Aufgabe gehabt, an der bretonischen K\u00fcste die Invasion der Allieerten zur\u00fcckzuschlagen. Zu seinem Gl\u00fcck erfolgte die Invasion in der Normandie). Nun wurde er beauftragt, die Jugendarbeit in der Gemeinde, die durch Fl\u00fcchtlinge aus dem Osten stark angewachsen war, zu organisieren. Er gr\u00fcndete den Stamm \u00bbJohann Gerhard Oncken\u00ab und schloss sich den \u00bbChristlichen Pfadfindern\u00ab an, einem der drei Pfadfinderb\u00fcnde, die die alliierte Milit\u00e4rregierung wieder erlaubt hatte.<\/p>\n<p>Im Jahr 1950 wurde der Ring Deutscher Pfadfinderverb\u00e4nde erstmals in den Pfadfinderweltbund aufgenommen.<br \/>\nHela kn\u00fcpfte 1951 internationale Kontakte u.a. zu den baptistischen Pfadfindern in D\u00e4nemark, Schweden und England.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bps-pforzheim.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/bps-bus.jpg\" rel=\"shadowbox[sbpost-42];player=img;\" title=\"BPS Bus\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-505 alignleft\" title=\"BPS Bus\" src=\"http:\/\/www.bps-pforzheim.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/bps-bus-300x192.jpg\" alt=\"BPS Bus\" width=\"300\" height=\"192\" srcset=\"http:\/\/www.bps-pforzheim.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/bps-bus-300x192.jpg 300w, http:\/\/www.bps-pforzheim.de\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/bps-bus.jpg 574w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Pfadfinderarbeit wurde als besondere Form offener Gemeindejugendarbeit bald auch in anderen Gemeinden heimisch. Die baptistischen Pfadfinder bildeten innerhalb der CP die Ringgemeinschaft Freikirchlicher Pfadfinder (RFP). Als das Gemeindejugendwerk parallel dazu die \u00bbJungmannenarbeit\u00ab als Fortsetzung der Jungschararbeit f\u00fcr die \u00c4lteren gr\u00fcndete (die sich stark an die Pfadfinder-Konzeption anlehnte), half Hela mit Schulungen und gemeinsamen Lagern beim Aufbau. 1955 nahm eine Staffel der RFP-Pfadis am baptistischen Weltkongress in London teil. Danach waren sie zu Gast auf einem internationalen Lager in Greenwood bei London. Hela hatte dort die seltene Gelegenheit, mit Olave Baden-Powell Tee zu trinken.<\/p>\n<p>1961 kam es leider zu einem unseligen Konkurrenzdenken von seiten der Jungmannen, was letztlich sowohl ihnen als auch den Baptistischen Pfadfindern schadete.<\/p>\n<p>Beide verschwanden Anfang der 70er Jahre von der Bildfl\u00e4che. Trotzdem war die baptistische Pfadfinderarbeit nicht \u00bbtotzukriegen\u00ab.<\/p>\n<p>Im Jahr 1985 entstand in Reutlingen eine sogenannte \u00bbFahrtengruppe\u00ab aus ehemaligen Jungscharlern, die dem Jungschar-Alter entwachsen waren. Sie unternahmen Wanderfahrten nach Lappland und andere Aktivit\u00e4ten.<br \/>\nIm Fr\u00fchjahr 1986 trafen sie auf einem Fahrten-Nachtreffen in Mahlstetten auf der Schw\u00e4bischen Alb mit ebenfalls altgewordenen Jungscharlern aus Stuttgart zusammen, die ihrerseits eine \u00bbFahrtengruppe\u00ab gegr\u00fcndet hatten. Man beschloss gemeinsam, aus dem Provisorium eine verbindliche Arbeit zu formen.<\/p>\n<p>Nach gr\u00fcndlicher Beratung der Gruppenleiter Niels Rusch (Reutlingen) und Kai S. Dorra (Stuttgart) wurde im M\u00e4rz die Baptistische Pfadfinderschaft (BPS) gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Ironie der Geschichte: zu diesem Zeitpunkt war beiden nicht bekannt, dass es schon einmal eine solche Arbeit mit genau demselben Namen gegeben hatte. Im gleichen Jahr \u00fcbernahm die BPS den technischen Dienst auf dem Bundesjungscharlager.<\/p>\n<p>Durch die Vermittlung von Hartmut Ast, dem damaligen Referent f\u00fcr Jungschararbeit im GJW, kam es zu Kontakten zu den baptistischen Pfadfindern in Norwegen. 1987 wurde eine 15-k\u00f6pfige Abordnung der BPS zum nordischen Baptistenpfadfinderlager auf die norwegische Insel Tromoy eingeladen. An dem Lager nahmen 1500 baptistische Pfadfinder aus Norwegen, Schweden, D\u00e4nemark und Finnland teil.<\/p>\n<p>Die internationalen Kontakte bereicherten die Pfadfinderarbeit der BPS. Auch in der Folgezeit kam es zu weiteren internationalen Lagern. So waren 1988 schwedische und d\u00e4nische Pfadfinder zu Gast beim Sommerlager auf der Schw\u00e4bischen Alb. Das erste Bundesthing fand am 21. und 22. November 1987 in Lichtenstein statt. Der Grundstein f\u00fcr die Konzeption der BPS wurde gelegt. 1988 kam es zu Kontakten mit den Altpfadfindern des Stammes \u00bbJohann Gerhard Oncken\u00ab. Einer der Pfadfinder hatte den BPSInfostand auf der Vereinigungskonferenz in Baden-W\u00fcrttemberg gesehen.Im darauf folgenden Winter lernten die BPS-Mitarbeiter auch den sehr erfreuten Herbert Latza kennen, der die \u00bbBaptistische Pfadfinderschaft (BPS)\u00ab bis zu seinem Tod tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzte. Die erste Sippenf\u00fchrerschulung der BPS gab es im Oktober\/November 1989. Heute ist die BPS Projektgruppe im Gemeindejugendwerk.Au\u00dferdem ist sie auch die Pfadfinderarbeit des Bundes Freier evangelischer Gemeinden.<\/p>\n<p>Inzwischen finden j\u00e4hrlich eine F\u00fchrerfahrt und ein Bundes-Hajk statt, zus\u00e4tzlich zu den Stammeslagern und -Fahrten, den Pfadfindertagen und -Festen, evangelistischen und umweltsch\u00fctzenden Eins\u00e4tzen usw.<\/p>\n<p>Alle drei Jahre trifft sich die ganze BPS auf einem Bundeslager, auf dem w\u00e4hrend des gro\u00dfen Spiels die beste BPS-Sippe Deutschlands herausgefunden wird.<\/p>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/pfadis.gjw-bawue.de\/download\/Bronzelilie_A5.pdf\">Schlaues Buch I &#8211; alles f\u00fcr die Bronze-Lilie<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles begann 1932 mit Karl August Hahne. 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